09.02.2012 / EXKLUSIV/ Ein Pfarrer im Bordell !
Jos Hoffmanns legendäres "Zum Schweigen verdammt" (II)
Meinen ersten Kunden in der „Eve Bar“ in Luxemburg kannte ich ausgesprochen gut, denn es war kein anderer als....ein Dorfpfarrer von früher. Kaum zu glauben, dass ich es zunächst war, der Angst vor einem Zusammentreffen mit ihm hier, an diesem Ort, hatte, Angst davor, der heilige Mann könnte mir Vorwürfe machen.
-Geh und stelle eine Flasche Champagner von 3.000 Franken ins Séparée, sagte mir eines der drei Mädchen.
Die Worte rissen mich brutal aus meinem Nachdenken. Ich tat was das Mädchen von mir verlangte, als ich sah wie der Mann der Kirche eines der beiden jüngeren Mädchen bei der Hand nahm und sich mit ihm ins Séparée begab.
-Mach’ kein solches Gesicht, sagte mir das Mädchen an der Bar, das wohl merkte, dass ich aus dem Staunen nicht mehr herauskam, das ist ein regelmässiger Kunde, der kommt immer hierher.
-Josy, kannst du uns die Flasche öffnen, rief das Mädchen im Séparée.
Ich musste mich schon zusammenreißen, um den Mut aufzubringen, die Vorhänge zum Séparée vorsichtig auseinanderzuschieben. Das Bild, das sich mir dort bot, ließ mich vor Schreck erstarren.
Vor mir saß das Mädchen mit nacktem Oberkörper, die prallen Brüste hoch aufgerichtet, neben ihr der Pfarrer. Auf dem Tisch lagen 3.300 Franken. Ich wusste nicht genau, was ich tun sollte, als das Mädchen zu mir sagte:
-Erst nimmst du das Geld Josy, danach öffnest du die Flasche. Das ist die Regel im Séparée.
Ich fing an, den Korken zu bearbeiten, als der Geistliche sich an mich richtete:
-Was zuviel ist, ist dein Trinkgeld. Und nun geh’ und lass’ uns allein und passe ja gut auf, dass wir nicht gestört werden.
Als die beiden anderen Mädchen meinen Gesichtsausdruck sahen, machten sie sich über mich lustig. Aber wie konnte ich ihnen erklären, dass dies für mich eine ganz andere Welt war, dass ich das Gefühl hatte, auf einem anderen, fremdartigen Planeten gelandet zu sein? In einer Welt, wo die Priester keine Heiligen mehr waren und wo die Polizisten vor den Räubern herliefen. Ich konnte das alles gar nicht fassen.
-Wenn die Kumpels, die mit mir arbeiten, dies hier sehen könnten, sie würden die Welt nicht mehr verstehen, ihren eigenen Augen nicht mehr trauen, sagte ich zu den Mädchen. Das ist zuviel!
-Du wirst noch ganz andere Sachen hier erleben, Josy, lachte die Jüngere und schlug vor, mir einen Kaffee aus dem Bistro gegenüber zu holen, der würde mich wieder aufmuntern.
Außer meinem Priester im Séparée hatten wir zu diesem Zeitpunkt keinen einzigen Kunden in der Bar. Ich schlürfte also gemütlich meinen Kaffee in Gegenwart der beiden netten Animiermädchen, die meine Naivität immer wieder ins Staunen zu versetzen schien. In ihrem Beruf muss das ja auch etwas Außergewöhnliches sein.
Plötzlich hörten wir aus dem Séparée ein kurzes aber heftiges Geräusch, gefolgt von einem langen Seufzer. Dieser ungewohnte Lärm verunsicherte mich, während meine beiden Arbeitskolleginnen in helles Gelächter ausbrachen.
-Geh’ doch und schau nach, Josy, forderten sie mich auf, du hast doch noch viel zu lernen!
Ehrlich gesagt verspürte ich keine allzu große Lust dazu, aber ich tat’s dennoch, schließlich wollte ich mich ja nicht vor den Mädchen blamieren. Auf Zehenspitzen schlich ich zum Séparée. Ich fühlte mich nicht sehr wohl in meiner Haut.
Schon wieder dieses Geräusch und dann wieder dieser lange Seufzer.
Vorsichtig zog ich den Vorhang beiseite. Der Spalt war gerade groß genug, damit ich sehen konnte, was sich im Innern des Séparées abspielte. Mein Blick wanderte durch den kleinen, halbhellen Raum. Auf dem Tisch stand weitgöffnet der Koffer des Geistlichen. Er enthielt eine lederne Peitsche, daneben lag ein Tischtennisschläger. Hinter dem Tisch leuchteten mir die dicken, roten Hinterbacken des Animiermädchens entgegen, das auf den Knien des Geistlichen lag, den Rock hochgestreift über das bis zur Taille entblößte Hinterteil.
Die Szene war vergleichbar mit einem der besten Gemälde Van Goghs und schien aufs Höchste unwirklich. Der Priester fing erneut an, sich seinem perversen Ritual hinzugeben. Während er mit der linken Hand die langen Haare des Animiermädchens streichelte, schlug er ihm mit der rechten Hand den Tischtennisschläger auf die Hinterbacken. Das war die Erklärung für die kurzen, heftigen Geräusche und die Seufzer des Mädchens.
Es sollte noch besser kommen. Ich hielt den Atem an. Der Geistliche legte den Schläger nieder und bemächtigte sich einer cremigen Substanz (später erfuhr ich, dass es sich um Vaseline handelte). Er beschmierte damit eine bestimmte Stelle des Hinterteils des Animiermädchens und steckte kurzum seine Finger in einen Ort, den ich als zumindest anstößig bezeichnen möchte.
Ich musste an all die braven Leute denken, die diesem Mann regelmäßig ihre Sünden beichteten....!
TEIL III Morgen


