21.02.2012 / EXKLUSIV/ „Panama Charly“ aus Luxemburg war nicht der einzige, der den Waffenproduzenten Glock betrog
Ex-Kontrolleur von Charles Ewert jetzt selbst wegen Unterschlagung und Diebstahl vor Gericht
Eigenbericht aus unserer Redaktion
Paul Jannuzzo (55) sowie zwei weitere Männer waren 2002 vom österreichischen Waffenproduzenten Gaston Glock angeheuert, um Charles Ewert „auf den Zahn zu fühlen“. Ewert, der für Glock ein undurchsichtiges Firmengeflecht in Luxemburg aufbaute um Steuern zu sparen, wurde vom Waffenhändler verdächtigt persönlich Gelder abgezweigt und auf die Cayman Inseln gebracht zu haben. In diesem Zusammenhang hatte Ewert 2003 versucht, Gaston Glock in einer Tiefgarage in Luxemburg umbringen zu lassen. Wegen diesem Vergehen sowie anderen finanziellen Unreglmässigkeiten sitzt Ewert zur Zeit immer noch in Schrassig.
Jetzt steht Paul Jannuzzo in den USA selbst vor Gericht. 2009 wurde er angeklagt, in Zusammenarbeit mit der ehemaligen Glock-Führungskraft Peter Manown Schlupflöcher im System genutzt zu haben, um Gelder abzuzweigen. Jannuzzo war vor seinem Verhandlungstermin aus den USA geflohen, wurde jetzt erneut verhaftet. Ihm drohen bis zu 30 Jahre Gefängnis.


