09.02.2012 / LESERFORUM/ Spuerkees behandelt Rentner wie Bettler

"Für so wenig Geld sollte sie sich nicht so aufführen"

Ich frage mich, wie es sich eine Bank heute noch erlauben kann, seine Kunden arrogant und frech zu behandeln? Zumal eine Bank vom Geld der Kunden lebt und nicht der Kunde von der Bank.

Meine Frau bekam die neue V-Pay-Karte der Banque et Caisse d'Epargne de l'Etat (BCEE) an unsere Adresse in Deutschland geschickt. Leider konnte sie damit ihre Rente nicht abheben, da diese Karte nicht für das deutsche Bankennetz freigeschaltet war. Telefonisch wurde uns mitgeteilt, dass wir mit der Karte nach Luxemburg kommen müssen, um sie freischalten zu lassen.

Das haben wir am 31. Januar dann in der Filiale in Wasserbillig versucht. Der Bankmitarbeiter erlaubte sich als erstes zu behaupten, dass wir nicht in Deutschland wohnen würden. Meine Frau zeigte ihm die Meldebescheinigung. Seine Antwort: „Ich bin nicht dazu da, dies zu kontrollieren.“ Zudem erklärte er lauthals, so, dass es die anderen Kunden in der Filiale mitbekommen mussten: „Sie bekommen ja überhaupt keinen Lohn, sondern nur 400 Euro Rente. Dafür öffne ich keine Karte.“

Nach etlichem hin und her füllte der BCEE-Angestellte ein Formular aus und meinte, meine Frau sollte für die paar Groschen einfach eine Überweisung machen. Für so wenig Geld sollte sie sich nicht so aufführen.

Wenn das die neue Linie der BCEE ist, mit Luxemburger Kunden umzugehen, dann bin ich heilfroh, dass ich nicht mehr Kunde bei der Spuerkees bin. Die Karte ist übrigens immer noch nicht freigeschaltet.

Aloyse Boultgen

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