28.01.2012 / Neue Hausdurchsuchungen bei Becca: Beschuldigt, aber immer noch nicht angeklagt!
Erstaunlich: Justiz sucht weiter nach Dokumenten, vier Monate nach ersten Hausdurchsuchungen
Eigenbericht aus unserer Redaktion
Was ist los mit Flavio Becca? Und der Justiz in Luxemburg? Nach den Hausdurchsuchungen im September 2011 glaubte man, die „Affäre Becca“ würde jetzt mit einer Untersuchung weitergeführt und eventuell auf eine Anklage des Unternehmers und Sportmäzen vor Gericht hinauslaufen. Dass dann wieder Hausdurchsuchungen, wie diese Woche, stattfinden würden, war kaum anzunehmen und scheint auch irgendwie befremdend. Vor allem, wenn man erfährt, dass wieder an den zwei Stellen nach Dokumenten gesucht wurde, an denen man bereits vor vier Monaten suchte. Und auch wenn man anderswo Wohnungen oder Büros durchsucht hätte, so ist kaum anzunehmen, dass wenn Becca denn etwas zu verstecken hätte, es immer noch irgendwo herumliegen würde.
Warum diese Fixierung unserer Justiz auf Flavio Becca? Im September ging es um Veruntreuung von Geschäftsvermögen. Noch liegt keine Anklage gegen Becca vor, auch wenn er vom Untersuchungsrichter besagter Veruntreuung beschuldigt wurde. Egal auf was die Affäre hinausläuft, ist es ein Fehler der Justiz, nicht über dieses Dossier zu kommunizieren. Hier wird ein Unternehmer, der auch noch Luxemburgs größte aktuelle Sportidole nach vorne bringen will, durch Indiskretionen in der Presse zur Schau und unter ein schlechtes Licht gestellt und wie so oft, wenn nicht immer, schweigen die Justizverantwortlichen, was der Unschuldsvermutung des Herrn Becca, die unbedingt aufrechterhalten werden muss, nun aber gar nicht hilft.

